Der Tod ist eine Fiktion der Unbewussten (Sadhguru)

Der Tod ist eine Fiktion der Unbewussten. Es gibt nur Leben, Leben und Leben allein, das sich von einer Dimension in eine andere bewegt.

Im menschlichen Verständnis begreifen wir größtenteils nur das individuelle Leben als Leben. Es ist, als würde man einen Tropfen aus dem Ozean nehmen und denken, der Tropfen sei eine unabhängige Einheit. Ja, das ist er. Aber wenn er zurück in den Ozean fällt, kann man den Tropfen dort nicht mehr finden.

Genauso ist es mit dem Leben oder dem individuellen Leben: Es taucht auf und geht wieder zurück.

Während ich hier in diesem Wald sitze, sehe ich, dass jeder Baum hier eine individuelle Existenz hat. Aber wenn er zurückfällt, wird er Teil der Erde. Nicht nur der Baum, jedes Leben, einschließlich unseres.

Leben ist also ein andauernder Prozess. Wenn deine Erfahrung des Lebens auf die Grenzen deiner individuellen Natur beschränkt ist, dann gibt es Leben und Tod.

Wenn du den tieferen Prozess verstehst, wenn deine Erfahrung des Lebens die Begrenzungen oder Grenzen der individuellen Existenz überschreitet, dann gibt es nur Leben, Leben und Leben.

Im Moment genießt du deine individuelle Existenz, und das ist vollkommen in Ordnung. Aber das Leben jenseits seiner individuellen Existenz zu erkennen, ist wichtig, damit wir nicht ständig mit der Angst vor dem Tod leben.

Denn Tod bedeutet Nicht-Existenz. Aber es ist keine Nicht-Existenz. Es ist Leben, das sich von einer Dimension der Existenz in eine andere bewegt.

In diesem Erkennen kann man mit dem Leben, das wir jetzt als Individuen haben, in Frieden kommen. Darin überschreitest du deine Begrenzungen. Darin erkennst du die Glückseligkeit deiner Existenz als Leben.

Als Leben ohne Angst vor Sterblichkeit. Als Leben ohne Angst vor Auslöschung ist es von Natur aus glückselig.

Namaskar.